Technik


MEHLMÜHLE

1. Walzenstühle:

Für unser Mehl vermahlen wir das Getreide bereits seit den 1930-er Jahren schonend in drei Walzenstühlen der Firma Daverio aus Zürich. In den Walzenstühlen im Erdgeschoss wird mit je zwei Walzen das Getreide aufgeschnitten. Wichtig dabei ist, dass die Walzen unterschiedlich schnell laufen – sonst würde das Getreide gequetscht anstatt aufgeschnitten. Durch den Schneideeffekt trennt sich das Mehl (Endosperm) von der Kleie (Schale).

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2. Elevator

Nachdem der Vermahlung gelangt das Produkt (Eine Mischung aus Mehl, Griess, Dunst und Kleie) zum Elevator. Der Elevator transportiert in kleinen Bechern das Produkt in den Plansichter im dritten Stock.

3. Plansichter
Der Plansichter ist eine drehende, wuchtige Maschine mit vielen Siebschichten. Im Plansichter wird das Produkt aufgeteilt in die verschiedenen Fraktionen. Während das Mehl in den Mehlsilo gelangt, wird die Kleie abgetrennt und gelangt in den Futtersilo. Griess und Dunst gelangt in die Griessputzmaschine.

4. Griessputzmaschine
In der Griessputzmaschine im zweiten Stock wird beim anfallenden Griess und Dunst die unreinen Partikel mit Schalenbestandteilen abgetrennt. Damit wird das Weissmehl schön hell und ohne Verunreinigung.

WASSERKRAFT


Wenn der Aspibach genug Wasser führt, können unsere Walzenstühle mit einer Francis-Turbine angetrieben werden. Bei Niedrigwasser wird die Turbine abgestellt und die Energie kommt dann von einem Elektromotor. Die Francis-Turbine wurde in den 1930-er Jahren eingebaut und ersetzte das damalige Wasserrad.

Übertragen wird die Kraft von der Turbine auf die Walzenstühle über ein komplexes Transmissionssystem. Trotzdem werden in der gesamten Mühle rund 100 Motoren benötigt, um den Betrieb im heutigen Umfang zu ermöglichen.

Unser Schäler (Rölle)


schaelerDie Mühle Lamperswil schälte bis ins Jahr 2000 Dinkel mit einer traditionellen Steinrölle. Seit um die Jahrtausendwende der Dinkelanbau wieder eine Renaissance erlebt, hat die zu verarbeitende Menge an Dinkel beträchtlich zugenommen. Im Jahr 2010 hat sich Urs Wahrenberger deshalb dazu entschlossen, die Dinkelverarbeitung gänzlich neu zu gestalten, um die Qualität und die Quantität des geschälten Dinkels zu erhöhen und zu verbessern. Mit dem neuen Schäler (Bild links) lassen sich nun auch Hafer und Sonnenblumen schälen. Dank einem Steinausleser, einem Tischausleser und einem Aspirationskanal erzielen wir, dass unser Endprodukt frei von Schalenteilchen ist, was gerade für Spezialprodukte wie Körnermischungen oder Vollkornmehl von grossem Wert ist.

 

Weitere Infos und Fotos zu unserer Dinkelrölle finden Sie hier: PDF